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Thor Kunkel und die "Sachsenwald-Filme".
© Norbert Guthier.
  THOR KUNKEL – Vom Enfant terrible zum visionären Erzähler

Thor Kunkel, geb. 1963, ist der Autor von „Das Schwarzlicht-Terrarium“ und „Endstufe“, des Romans, der 2004 weltweit in den Feuilletons leidenschaftlich diskutiert wurde.
Seit rund 15 Jahren arbeitet Kunkel an einem erzählerischen Kosmos, der zwei Welten umfasst: die triste Alltagswelt eines Arbeiterviertels in Frankfurt/Main, das sogenannte “Kamerun“ wo Kunkel aufwuchs ­ und die Welt der technologisch-machbaren Utopien.
Thor Kunkel gehört zu den in Deutschland nicht eben häufigen Autoren, die brennend an der Wirklichkeit interessiert sind, an neuen Lebensweisen und gesellschaftlichen Vorgängen. Immer ist die Realität die Meisterin, unter deren Aufsicht er seine phantastischen Sprachwelten baut. Er liebt die Außenseiter, die „Randfiguren“ und ihre Geschichten, und er gibt ihnen in sorgfältiger Arbeit die literarisch angemessene Form.
Kunkels Werk, aufgeladen mit den Zweifeln und den Einsichten der Post-Moderne, lädt dazu ein, sich neu sensibilisiert der Gegenwart auszusetzen: den Gefährdungen, die sie aushöhlen, den Vorräten an Hoffnungsmöglichkeiten, die in ihr zu finden sind ­ und einer zukünftigen Geschichte der Menschheit, die er in seinen Geschichten findet und erfindet.
Kunkel lebt heute ­ nach 5 Jahren London und zehn Jahren Amsterdam - in Berlin. Er schreibt Romane, Drehbücher und Kinderbücher, Hörspiele, Gedichte, Erzählungen und poetische Reportagen.