Das Schwarzlicht-Terrarium

Allgemein — Dragonfly on Juni 20, 2007 at 18:23

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DER STERN schrieb am 15.6.2000:
»Tarantino meets Novalis. Ein unbequemer Erstling, mit SäŠtzen zum Niederknien
und SäŠtzen zum Um-die-Ohren-Hauen. Abervielversprechend aus zwei GrŸnden:
Der Sound stimmt. Und der Inhalt ist trotzdem wichtiger als die Form.«

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Weitere Pressestimmen

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»Faszinierend ist, daß hier ein deutscher Autor von Thomas Pynchon gelernt hat, wie man Popkultur und Wissenschaft, Schweinkram und Philosophie zu Literatur verdichtet.«
- BUCHREPORT, Nr.50, 13.12.2000

Kunkels preisgekröntes Debüt über »Disco & Death« in der amerikanischen Kolonie West-Deutschland. Das Ende der Disco-Ära aus der Sicht eines jungen Mannes, der sein Leben für einen biologischen Film hält. Gespickt mit naturwissenschaftlicher Theorie, philosophischen Exkursen, provokanten Pornoszenen, Gewalt, Drogen und rasanten Dialogen, stellt der Text auf verschärfte Weise die Frage nach dem Lebenssinn.
Seit seinem Erscheinen sorgte Thor Kunkels Roman „Das Schwarzlicht-Terrarium“ immer wieder für Aufsehen in der Presse. Es wurde im Buchreport Nr. 50 vom 13. Dezember 2000 von Literaturkritikern als eines der „Bücher des Jahres“ empfohlen.
Die FAS-Literatur-Redaktion wählte es dann - zwei Jahre später - im März 2002 in den Kanon der „25 wirkungsvollsten deutschen Bücher der letzten 20 Jahre”. Der 640 Seiten lange Roman über den “ultimativ abgebrühten, selbstgefällig seelenlosen 19jährigen”(FAZ), galt schon wenige Wochen nach seinem Erscheinen als die „deutsche Antwort auf Pulp Fiction“ (DIE WOCHE).
Kunkels “Helden, verlorene Jungs um die Zwanzig, bringen das menschliche Dasein zynisch auf den kleinstmöglichen Nenner”, schrieb DER STERN, “Kohle und Körperflüssigkeiten”.(15.6.2000)

Der Schriftsteller Martin Walser ließ sich in der TAZ vom 25.4.2001 zu folgendem Statement hinreißen:
»Der Autor scheint ein Benennungsbesessener zu sein, ein Ekelvirtuose, ein Meisteranmacher, ein Sexualfundamentalist, ein Genie des Prosagraffiti, ein Chemielyriker, ein Mikrowellenpoet, ein Verzärteler des Mülls, ein Tragicomicer, ein Cherubin der Keuschheit, ein Seraphin der Obszönität, ein Wortprotz, ein Engel des Drecks, ja, ein Sargnagel der Unsterblichkeit ist er, ein Gesellschaftskritiker und Kosmopath.«

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Pressestimmen

»Die Desillusionierung ist komplett. Die Gesellschaft, der Mensch haben ihre Möglichkeiten erschöpft. Es gilt die Welt neu zu denken.«
- FAS (FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG), 17.3.2002

»Für seinen Roman „Das Schwarzlicht-Terrarium“ erhielt Thor Kunkel 1999 den Ernst-Willner-Preis beim 23. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.
Die Jury entdeckte das Lebensgefühl einer ganzen Generation und prophezeite gar ein Kultbuch.
Kunkels 640-Seiten-Wälzer ist viel mehr als Pulp-Literatur. Gespickt mit naturwissenschaftlicher Theorie, philosophischen Exkursen, Gewalt, Drogen und rasanten Dialogen, stellt der Text auf verschärfte Weise die Frage nach dem Sinn des Lebens.«
- DER SPIEGEL, »KULTURSPIEGEL« 5/2001

»Immer wieder schlägt Kunkel den Bogen vom All zur
Amöbe, von der Poesie des Alltags zur wissenschaftlichen Beschreibung biochemischer Abläufe.«
- FRANKFURTER RUNDSCHAU, 22.7.2000

»Viel gewagt, viel gewonnen…ein gelungenes Debüt.«
- DEUTSCHES ALLGEMEINES SONTAGSBLATT. 14.7.2000

»…großartiger Frankfurt-Roman, ein erstaunliches Buch.«
- DIE TAZ, 20.6.2000

»Kunkel erzählt aus dem Inneren der Köpfe, in der Sprache der Figuren, komisch, wirr, passioniert und hellsichtig.
Dabei kommt er ganz ohne den weltanschaulichen Leim aus, der so viele Bücher zusammenhält, und macht dennoch unendlich viel mehr, als bloß zu dokumentieren. «
- DIE WELT, 25.11.2000

»Tatsächlich ist das „Schwarzlicht-Terrarium“ weit mehr als eingedeutschte Pulp-Prosa…«
- DIE WOCHE, 7.April 2000

»…ein Kultbuch, ich kann es nur weiter empfehlen…«
- WDR 1 LIVE, 6.10.2000

»…voller rasanter und witziger Dialoge…«
- STUTTGARTER ZEITUNG, 8.4.2000

»Kunkels Buch muß der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben – sowohl zur Unterhaltung als auch zu Studienzwecken.«
- CARPE VERBUM, Lesetips, 19.2.2001

»Der Roman ist ein kleines, wunderbares Universum der technischen Weltverbesserungsmöglichkeiten, die Geschichte einer Versagergang im Frankfurt des ausklingenden Disco-Zeitalters, die ihre große Lebensrettungsphantasie in chemischen Präparaten, biologischen Weltsichten oder Ausflügen ins Weltall sucht. Aber nicht findet. Ein 90er-Jahre-Roman im Grunde.«
– DIE TAZ, 25.4.2001

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Photo: Der Sand der Zeit hat sie verweht… Gesichter, die ich Mitte der 70er Jahre kannte… Der Typ in der Mitte? Sein Name war “Kuhl”. (Tk)

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Pressestimmen zu Kunkels Lesung in Klagenfurt (1999)

»Thor Kunkels Lesung war für mich DIE Überraschung im hochritualisierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Robert Schindel sprach von der vom Puls der Zeit kündenden Befindlichkeit eines Endzeitsubjektes und Ulrike Längele sah das Lebensgefühl einer ganzen Generation wiedergespiegelt.«
- 10.99. TITEL – Magazin für Literatur und Film

»Mit Thor L. Kunkels Erzählung aus dem Leben eines Taugenichts endet der zweite Tag. Und er endet spritzig. zitat: “Das Leben ist auf jeden Fall eine Mattscheibe, eine Art Blockschaltbild, über das Störstreifen schmieren.” Da ist die Rede vom Gruppensex der Amöben, von schmatzenden Milben und gefährlichem Jogurth-Ablaufdatum: Er ist nicht abergläubisch, aber ihn plagt seit langem die Vorstellung, irgendeine dieser profan aufgedruckten Stempelziffern würde den Zeitpunkt seines Exitus festsetzen… Kunkel erntet Gelächter und viel Lob.«
- dpa, 26.6.1999

»Bachmann - Wettbewerb: Autor Thor Kunkel begeistert in Klagenfurt: Der 36jährige Autor Thor L.Kunkel gilt am Ende des dreitägigen Wettlesens um den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt als klarer Favorit.
Mit einem Nachtwächter als Hauptfigur konnte Kunkel, der zur Zeit in Amsterdam für eine Multimedia-Agentur arbeitet als einziger der 16 Autoren die Jury nahezu ungeteilt begeistern.
In der Geschichte um einen Versager, der die Welt nur mehr amöbenhaft von der Matratze wahrnimmt, witterte die Jurorin Ursula Längele gar ein mögliches Kultbuch, das das Lebensgefühl einer ganzen Generation spiegle.«
- dpa, 27.6.99.

»Kunkel verändert die Wahrnehmung, indem er den Blick in grösste Ferne gleichermassen wie in nächste Nähe richtet.
Er schnitt auch deshalb so gut ab, weil sein Text Gegenwart reflektiert, eine vermittelte Medienwirklichkeit und das nackte Vegetieren einer sinnlos gewordenen Existenz ineinander schiebt.«
- SALZBURGER NACHRICHTEN, 28.6.99.

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»Ulrike Längele sieht in Kunkels Text eine Art Schelmenroman, Robert
Schindel im Helden den Urenkel von Döblins Franz Biberkopf, und
Iris Radisch rühmt die Welt, die nur noch als Fetzen dargestellt wird.«
- DER BUND, 28.6. 99.

»Der Ernst-Willner-Preis, gestiftet von 38 Verlagen konnte der in Amsterdam lebende Frankfurter Thor Kunkel entgegennehmen.
Seine Beschreibung eines 19jaehrigen Nachtwaechters und Versagers
war eines der raren Stücke mit Witz und Selbstironie.«
- TAGBLATT, 29.6.99.

»Der Protagonist von Thor L.Kunkel wird an der Welt irre, weil er beschlagen ist, Bescheid weiß. Kennt sich aus mit Mikroorganismen und dem Universum, erwartet vor diesem Hintergrund bei einem unschuldigen Einkauf die Übereinstimmung zwischen dem Zeitpunkt seines Exitus und dem eigenen Verfallsdatum. Gegen seine Zwangsvorstellungen setzt er ein Lotterleben, sieht fern, nimmt TED ernst und
knallt erlösungsbereit dem Vater einen Toaster in die Badewanne, als der ihm genervt die Frage nach dessen Zukunft stellt.«
- DER LITERAT, 7.8. 99.
Der Roman

Thor Kunkel : Das Schwarzlicht-Terrarium, Rowohlt, PAPERBACK, 2000, 640 S., 1. Edition 2000 ISBN 3-499-23151-4 € 10,90
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1 Kommentar »

  1. […] vor ein paar Wochen erschienen, ist die Fortsetzung von Thors gigantisch-irrwitzigem Debutroman »Das Schwarzlicht-Terrarium« aus dem Jahre 2000. Wieder nimmt uns Kunkel mit in die pervers-verquere Epoche Ende der […]

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