1. Dekade der Träume

Allgemein — Dragonfly on Juni 21, 2007 at 00:52

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Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt

geprägte Form, die lebend sich entwickelt. –GOETHE

 

An die Verschriebenen – Aphorismen

Ich bin das letzte Schwein aus der Herde Epikurs.

Erst wenn man die Härte der Wirklichkeit zu Ende gedacht hat, ist ein Neuanfang möglich. Denn so wie es ist, ist es nicht gut.

Vielleicht hatte der griechische Philosoph Panatojos Kondylis recht, wenn er in der Melancholie „die einzig angemessene geistige Waffe“ erkennt, um sich im Zeitalter der Massendemokratie selbst zu erhalten. Mein Blickwinkel auf die Welt geht durch das Prisma einer positiven Melancholie, die das Schlimmste gewissermaßen freudig erwartet, ja, sich fast amüsiert. Dadurch wird dem Unglück in die Suppe gespuckt.

Die höhere Form der Liebe? – Freundschaft. Letztendlich sind es unsere Freunde durch die wir leben.

Über das Wie zu leben sind sich Jesus, Mohammed und Nietzsche einig: Um es ertragen zu können und füreinander erträglich zu machen, müßen wir das schützen, was alles Leben hervorgebracht hat.

In der Biologie versteht man unter Aberration die starke Abweichung eines Individuums von der betreffenden Tier – oder Pflanzenart. Dem Duden sei Dank, nun weiß ich endlich Bescheid. Missanpaßling, der nicht anders kann.

Das, was ich jeden Tag tue, ist nichts weiter als das gesamte Universum, in dem ich zweifellos verloren bin, auf mein temporäres Dasein hin zu konvergieren. Man stirbt als einer oder als keiner.

Philosophen, die unaufhörlich darauf hinweisen müssen, dass der Mensch nur eine Schlammpfütze ist, erinnern mich an an Leute, die vor Rembrandts “Nachtwache“ über Pigmente, Malmittel und Leinwand Vorträge halten.

Denunziation gilt heutzutage als revolutionär.

D i e__ R o m a n e__ i m__ Ü b e r b l i c k__ ( 2 0 0 0 - 2 0 1 0 )

»Kunkels Romane besitzen die Faszination eines sarkastischen Spötters und nachtschwarzen Stilisten, sie sind weder philosophisch noch naturwissenschaftlich, sondern einfach universell, die Prosaform nur ein Mittel, dem Leser das Mitdenken nicht zu erschweren, ja, ihn zur Belohnung mit dem absonderlichsten Welttheater zu unterhalten.
Es ist der Geist von Celine, Benn und Swift, der hier funkelt, pessimistisch und argwöhnisch gegen alle Errungenschaften der Zivilisation, überzeugt, dass überall der moralische und soziale Zerfall im Gang ist.«

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Romane / Novels

2010 - »Schaumschwester« (Matthes & Seitz), 1.Edition, ca, 192 S.

2008 - »Kuhls Kosmos« (Pulp Master-Verlag, Orig.-Ausg., ca. 280 S., ISBN-10:3927734411ISBN-13:978-3927734418

2006 - »Konečná fáze« (Albatros)
2006 - »Pornonazi« (Fazi Editore)

2004 - »Endstufe« (Eichborn-Berlin)

2001 - »Ein Brief an Hanny Porter« Rowohlt, PAPERBACK, Orig.-Ausg., 168 S. ISBN 3-499-22678-2, € 11,50

2001 - Das Schwarzlicht-Terrarium(TB)

2000 - Das Schwarzlicht-Terrarium (Rowohlt Reinbek)

Hörspiele / Radioplays

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2009 - „SUBs“/ca. 54’
(WDR 3) Redaktion: Martina Müller-Wallraff, Regie: Annette Kurth

Cast des Hörspiels
Evelyn: Sandra Borgmann Claus: Alexander Radszun
Bartos: Wolfgang Pregler Lana: Vica Tscheplanowa
Carlotta: Isis Krüger Richter Harms: Wolf-Dietrich Sprenger
Taxifahrer: Bernd Michael Lade

2005 - „Verfallsobjekt Nr.1“
(Deutschlandradio Kultur, Reihe “Nachtsüchtig”)

2002 - Ein Brief an Hanny Porter

(mdr)Mit Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Traugott Buhre u. Rosemarie Fendel.

Bearbeitung: Steffen Moratz, Regie: Christoph Dietrich
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Erzählungen / Short stories

2008- »Skrupulanten und Posaunisten«(Matthes & Seitz, Berlin)

2007 - »Aphromorte« (Shayol-Verlag, Berlin)

2007 - »Bockwurstparty bei Boris« (Eichborn-Berlin)

2006 - »Plasmasymphonie« (Shayol-Verlag, Berlin) in “Plasmasymphonie”

2003 - »Biologiestunde« in „Letzte Worte“, Scherz-Verlag, ISBN 3-502-51957-9

2002 - »Botschaften an den Stoffwechsel« in „Annika“ , Schneekluth, ISBN 3-7951-1814-X

2001 - »Gefrierpunkte« in “Eiszeit”, Aufbau-Verlag

2000 - »Die Ampel-Theorie« in “Die Akte Ex”, Rowohlt-Verlag, ISBN 3-499-22669-3

2000 - »Das Doppelleben der Amöbe« in “Klagenfurter Texte / Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb`99″,
Piper München Zürich 1999, ISBN 3-492-04161-2

1999 - »Restlicht«
in “Weihnachten und andere Katastrophen”, Ullstein, 1999
ISBN 3-548-24493-9

1998 - »Handbetrieb« (Junge Welt, 19./20. Dez. Nr.295)

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